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Schweinegrippe bei Kinderwunsch und Schwangeren
Obwohl Schwangere, Neugeborene und chronisch Kranke  zu den Risikogruppen gezählt werden und die Impfung von Experten empfohlen wird, wissen wir heute noch nicht, ob der Impfstoff  für die werdende Mutter sicher genug ist. Es fehlen dazu noch die notwendigen Daten. Klarheit in Hinblick auf Wirksamkeit und Sicherheit der verschiedenen Impfstoffe  ist nach Herrn Prof. Dr. med. Ulrich Heininger, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Ständigen Impfkommission am Robert Koch Institut, so schnell nicht in Sicht.
Kinderwunsch-Schweinegrippe-Influenza-Avirus
Auch Herr Prof. Dr. med. Frank von Sonnenburg, Infektionsmediziner am Klinikum der Universität München, meint, dass  "Einerseits Schwangere eine Impfung am nötigsten bräuchten, andererseits hier aber die wenigsten Daten vorliegen."

Vergleich mit der saisonalen Grippe:
In Deutschland wird bei Schwangeren im Gegensatz zu den USA die Impfung nicht ausdrücklich empfohlen, im Gegenteil: es wird in den ersten 3 Monaten sogar davor gewarnt und erst nach dem 3. Monat kein Risiko für Mutter und Kind gesehen. Allerdings fehlen auch dazu noch Daten aus größeren tierexperimentellen oder klinischen Studien.

Wie sich sogenannte Adjuvantien (Impfverstärker, die die Impfantwort erhöhen) in der Schwangerschaft auswirken, ist derzeit auch noch unklar. Den Experten scheinen die Medikamente trotzdem sicher, auch wenn sie ein Adjuvans enthalten sollten, da es sich immer um Totimpfstoffe, die grundsätzlich in der Schwangerschaft als unbedenklich gelten, handelt.
 
"Wäre meine Frau jetzt schwanger, würde ich trotz aller Unsicherheiten momentan dazu tendieren, ihr zu einer Impfung gegen die Schweinegrippe zu raten", sagt von Sonnenburg. [SpiegelOnline]
Auch Heininger von der Stiko meint: "Nach meiner persönlichen Einschätzung halte ich es für sinnvoll, wenn sich Schwangere impfen lassen, denn die Verläufe der Erkrankungen sind durchaus besorgniserregend." [SpiegelOnline]

Die WHO empfiehlt prinzipiell auch Schwangeren, sich impfen zu lassen (STIKO 2009).

Die Entscheidung müssen Sie selbst, nach Rücksprache mit Ihrem Arzt und einer Nutzen-Risiko-Abwägung treffen: wenn Sie viel mit Menschen zusammenkommen, dann ist Ihr Risiko, sich mit Schweinegrippe anzustecken, deutlich höher, als wenn Sie von Zuhause aus arbeiten und nur selten unter Menschen gehen.

Vorbeugung gegen die Schweingrippe Infektion (Influenza A/H1N1-Virusinfektion):

Die Übertragung der Influenza A/H1N1-Viren erfolgt

  • durch Tröpfcheninfektion - kleine Tröpfchen, die z. B. beim Husten ausgeworfen werden, oder
  • durch Kontakt mit kontaminierten (virenverseuchten) Gegenständen, z .B. einer Hand nach dem Niesen.

Daher werden folgende Verhaltensmaßnahmen empfohlen:

  • Hände waschen: Regelmäßig und gründlich mit Seife, auch zwischen den Fingern waschen!
  • Keine Hände schütteln, auch wenn dies in unserer Kultur fest verankert ist.
  • Nicht an Augen, Nase und Mund fassen, schon gar nicht mit ungewaschenen Händen. Schleimhäute sind Eintrittspforten für Erreger.
  • Geschlossene Räume regelmäßig lüften, das reduziert die Zahl der Influenza A/H1N1-Viren im Raum.
  • Abstand halten! Je weiter man von einem hustenden oder niesenden Menschen entfernt steht, desto besser.
  • Menschenansammlungen meiden, wenn massive Influenza A/H1N1-Infektionen in der eigenen Umgebung (Stadt) auftreten.
  • Medizinischer Mundschutz? Ob damit ein echter Schutz vor der Schweinegrippe erreicht wird ist nicht sicher geklärt. Dünne Schutzmasken aus Papier sind definitiv ungeeignet. Ein Atemschutz bietet unter Umständen Schutz vor Tröpfcheninfektionen.
  • Das Influenza A/H1N1-Virus breitet sich sehr gut von Mensch-zu-Mensch aus, daher gibt es trotz aller Vorbeugung gegen Schweinegrippe Schutz nur in begrenztem Maße.

Da momentan die Schweinegrippe-Infektionen sehr milde verlaufen, ist trotz einer Schweinegrippe-Welle keine Panik, sondern besonnenes Handeln angesagt!


Therapie bei Schweingrippe Infektion (Influenza A/H1N1-Virusinfektion):

  • Tamiflu (Wirkstoff Oseltamivir) ist auch für Schwangere relativ sicher. Es gibt derzeit weder Hinweise für eine Gefährdung der werdenden Mütter, noch der ungeborenen Kinder. Tamiflu ist derzeit das Mittel der Wahl, da es mehr Daten zur Sicherheit in der Schwangerschaft gibt als von Relenza (Zanamivir)
  • Die Einnahme von Tamiflu zur Vorbeugung gegen die Schweinegrippe ist ohne ärztliche Anweisung nicht empfehlenswert!

Impfstoffe – Impfung – Nebenwirkungen:

In Österreich wird der Impfstoff Celvapan (Firma Baxter) verwendet.

Ab November ist die Impfung für Kranke und Schwangere möglich, ab 9. November können sich alle anderen Österreicher impfen lassen. Die Immunisierung gegen die Schweinegrippe erfolgt auf freiwilliger Basis. Sie kostet  4,90 Euro (Rezeptgebühr) Den Rest übernimmt der Hauptverband der Sozialversicherungen.

Ein voller Impfschutz ist erst nach zwei Spritzen gegeben, wobei  ein Abstand von drei Wochen zwischen den beiden Injektionen empfohlen wird. Dies gilt für Erwachsene, Kinder ab dem Alter von sechs Monaten und auch für Schwangere.

Drei Impfstoffe sind derzeit zugelassen: Pandemrix, Focetria und Celvapan.
Celvapan ist Ganzvirus-Impfstoff und enthält im Gegensatz zu den anderen beiden Impfstoffen keine Adjuvantien.

Thiomersal, eine organische Quecksilberverbindung, wird den Impfstoffen beigesetzt, um sie steril zu halten. Es kann in seltenen Fällen eine Kontaktallergie auslösen (1-5%). Die dem Impfstoff zugesetzte Menge Thiomersal ist aber sehr gering (im Mikrogrammbereich) und liegt deutlich unter dem Wert, der selbst für Schwangere als unbedenklich gilt (Weisser et al.).

Nebenwirkungen einer Impfung:

Schmerzen an der Injektionsstelle (10%)
Rinnende Nase, Halschmerzen, Kopfschmerzen, starkem Schwitzen, Gelenk- oder Muskelschmerzen, Schwindel, Schüttelfrost, Müdigkeit, Unwohlsein , Fieber (ca 1-10%).

Sollten Sie hohes Fieber als Folge der Impfung bekommen, dann ist es für Sie als Schwangere wichtig, dass Sie möglichst versuchen es zu senken, denn auf Dauer kann Fieber Ihrem Ungeborenen schaden. Wahrscheinlich wird Ihr Arzt Sie gleich bei der Impfung auf diese Möglichkeit ansprechen und Ihnen ein fiebersenkendes Mittel (z.B. Paracetamol) mitgeben.

Ob es spezielle Nebenwirkungen auf Schwangere durch die Impfung gibt, weiß man nicht, da klinische Studien aus ethischen Gründen nicht möglich waren.

Eine generelle Impfpflicht besteht nicht. Sie können sich frei für oder gegen eine Impfung entscheiden.

Aktuelle Informationen des Bundesministeriums zum Thema Schweinegrippe: www.bmgfj.gv.at.
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